Workshop “Modelling Virtual Research Environments for the Humanities”

Gerade bin ich vom Workshop “Modelling Virtual Research Environments for the Humanities” des Internationalen Kollegs Morphomata der Universität Köln zurückgekommen. Dort ging es an ein 1 1/2 Tagen um Tools und Infrastrukturen, die den Forschungsalltag von Geisteswissenschaftlern unterstützen sollen. Bis auf den Vortrag von Paul Wouters, der am ersten Abend als unterhaltsamer Key Speaker auftrat, und Torsten Reimer, der die kürzlich vom JISC veröffentlichte Studie Virtual research environment collaborative landscape study vorstellte, präsentierten die Vortragenden konkrete Projekte Weiterlesen

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Wovon man nicht reden kann, davon muÃ? man schweigen

Manchmal fragt man sich, warum Menschen sich berufen fühlen zu Dingen etwas zu sagen, die sie offensichtlich für schwachsinnig halten, so bei Finn Collin in seinem Ãoeberblick über den Konstruktivismus. Schon in der Einteilung verschiedener konstruktivistischer Theorien in epistemologisch und ontologische Theorien zeigt sich, dass er den Standpunkt dessen, was er beschreiben will, nicht wirklich versteht. Letztere zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Frage nach dem “Wer” der Konstruktion stellen. Dabei lieÃ?e sich viel treffender formulieren, dass die Theorien auf die er hier abzielt gar kein “Wer” oder auch Subjekt der Konstruktion, dass in einem Gegensatz zur Welt auftritt, mehr kennen. Aus diesem Grund fällt er in seiner Kritik konstruktivistischer Positionen auf den philosophisch recht uninteressanten und rationalistischen Einwand des performativen Selbstwiderspruchs zurück: Der Satz, Nichts ist wahr, beansprucht das Gegenteil dessen, was er behauptet. Dieser Einwand paart sich dann noch manchmal mit einem recht naiven und gar nicht rationalen Argument, konstruktivistische Theorien widersprechen ja dem gesunden Menschenverstand und schieÃ?en daher über das Ziel hinaus.

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Tagungsbericht: Virtuelle Forschungsplattformen in den Geisteswissenschaften

Auf H-Soz-Kult ist heute ein Tagungsbericht zum Workshop: Virtuelle Forschungsplattformen in den Geisteswissenschaften – Anforderungen, Probleme, Lösungsansätze erschienen. Auf diesem habe ich zusammen mit meinem Kollegen Alexander Czmiel den Wissensspeicher der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vorgestellt. Der Schwerpunkt unserer Präsentation lag in der Beschreibung von Möglichkeiten Ressourcen im Rahmen eines institutionellen Repositoriums nicht nur infrastrukturell sondern auch semantisch mit einander in Beziehung zu setzen. Hierin könnte ein entscheidender Schritt vom Repositorium zur Forschungsplattform liegen. Der Zugriff in einem solchen System würde nicht auf die Ressourcen sondern auf Inhalte erfolgen.

Zum Tagungsbericht geht es hier

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Vortrag auf der Koop Litera 2010

In der vergangenen Woche haben sich an der Akademie der Künste Archivare, Bibliothekare und Literaturwissenschaft im Rahmen der Koop Litera 2010 eingefunden, um unter dem Motto Nachlässe im Dialog: Literatur, Wissenschaft und andere Künste über inhaltliche Schnittmengen, Kooperations- und Vernetzungsmöglichkeiten und kollaboratives Arbeiten zu diskutieren. In diesem Zusammenhang wurde mir die Gelegenheit geboten die Möglichkeiten institutions- und fachübergreifenden Arbeitens mit dem Personendaten-Repositorium der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zu beschreiben. Als ein von Anfang interdisziplinär und kooperativ angelegtes Projekt gehört dieser Gedanke zur Kernidee des Konzepts. Die unterschiedlichen Ansätze und Perspektiven der Forschungsansätze werden auch im nachhinein bei der Arbeit mit den Daten im Repositorium reproduzierbar sein.

In der anschlie�enden Diskussionsrunde gab es anregendes Feedback, welches zeigte, dass das PDR mit seinem Ansatz einen kritischen Punkt in der Arbeit von Archivaren und Bibliothekaren getroffen hat. Der Zuspruch zielte darauf ab, die Notwendigkeit eines Systems zu unterstreichen, das dem Bearbeitbar den grö�tmöglichen Freiraum im Umgang mit seinen Daten bietet. Vorsichtige Einwände zielten darauf ab, das ein gro�es Ma� an Flexibilität zu einer Unübersichtlichkeit im Datenbestand führen könnte.

Die Folien des Vortrages werden in den nächsten Tagen hier verlinkt werden.

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Ã-ffentlichkeit im Web 2.0

Eine häufig bemühte Art und Weise die progressiven Aspekte des Internet und insbesondere von Web 2.0 Applikationen wie Facebook, Twitter zu rezipieren läuft auf die Behauptung heraus diese “Medien” würden Räume schaffen in denen jeder in der Lage ist Ã-ffentlichkeit zu schaffen sein Anliegen zu propagieren u.s.w. Sie wären daher viel demokratischer und würden dem einzelnen viel mehr Möglichkeiten der Kommunikation bieten als traditionelle Medien, die von der Allgemeinheit entfremdet eine eigne Klientel darstellten, im Gegensatz zu ihrer propagierten Neutralität natürlich immer stark interessensgesteuert sind (allein schon zum Zweck des eigenen Ãoeberlebens) und noch dazu “einseitig”, daher die Kommunikation verlief nur in eine Richtung.

Folgende Thesen lassen mich an der Behauptung zweifeln, Weiterlesen

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